Von allen Laendern koennen wir nicht genau sagen, welches uns jetzt am besten gefallen hat. Sie waren sehr unterschiedlich und jedes auf seine Weise etwas besonderes. An jedes Ziel sind unterschiedliche Eindruecke geknuepft, die uns in Erinnerung bleiben werden. Die Unterkuenfte waren mal gross, mal klein, mal hell, mal dunkel, mal warm, mal kalt. Dort gab es sowohl positive als auch negative Erlebnisse mit unseren Mitbewohnern, mal tierisch, mal menschlich. Eines werden wir uns merken: auch Frauen koennen schnarchen, und wie. An jedem der Orte haben wir an Euch, unsere Familie und Freunde, gedacht und am Strand, im Dschungel, in der Stadt, unter Palmen, auf dem Schiff...geschrieben.
Besonders aufgefallen ist uns, wie herzlich, offen und gastfreundlich die Menschen ausserhalb Deutschlands sind. Immer wurde uns weiter geholfen (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg), jeder hat sich fuer uns Zeit genommen und wir haben uns immer wohl gefuehlt. Nie bedroht oder irgendwie komisch angemacht. In der Post, am Aufzug oder in der Metro wurden wir gefragt, wo wir herkommen, was wir machen und die Menschen waren wirklich interessiert. Wir haben auch viele andere Reisende getroffen, deren Geschichten uns sehr interessiert haben, die uns neue Ideen gegeben haben, mit denen wir Erfahrungen austauschen konnten, uns gegenseitig geholfen haben und vor allem viel Spass zusammen hatten.
Zu den Toiletten geben wir keinen Kommentar ab. Nur soviel: Wir sind immernoch gesund und munter :-).
Wir haben nun viereinhalb Monate Tag und Nacht miteinander verbracht (so viel Zeit haben wir noch mit keinem anderen Menschen am Stueck verbracht!), zusammen viel gelacht, viel viel geredet (wie sollte es auch anders sein), undendlich viele Kilometer zu Fuss zurueck gelegt, organisiert bis der Kopf pflatzt, Stadtplaene bis zur Perfektion lesen gelernt und kochen zum Teil ge- aber auch verlernt. Natuerlich war nicht immer nur Sonnenschein, aber wir haben immer ueber alles gesprochen und wenn eine mal "ihre fuenf Minuten" hatte, haben wir uns kurz in Ruhe gelassen, aber dann war auch alles gut.
Wir wissen beide nicht genau, was auf uns zuhause zukommt, weshalb wir die Reise mit gemischten Gefuehlen beenden. So sehr wir uns auch an das Reisen gewoehnt haben, freuen wir uns doch auch wieder auf ein eigenes Bett, einen Kleiderschrank und ein sauberes Bad. Diese Dinge nehmen wir nicht als selbstverstaendlich hin, sondern wissen sie viel mehr zu schaetzen, als das vor der Reise der Fall war. Trotzdem werden wir wahrscheinlich die ersten Wochen zuhause noch mit Geldbeutel unterm Kopfkissen schlafen und die Waschmaschine oder den Computer mit Scheinchen fuettern, bevor die Maschinen sich in Gang setzen.
Frueher oder spaeter muessen wir allerdings einen Job oder irgendeine andere Beschaeftigung finden, was uns beiden etwas Sorgen macht. Aber irgendwie wird sich bestimmt alles finden und die Reise hat uns eines mit Sicherheit gemacht - staerker und selbstbewusster. Oft fuegen sich die Dinge irgendwie zum Guten, weshalb wir mit mehr Optimismus und Gelassenheit an Herausforderungen herangehen koennen.
Wir danken Euch allen, dass Ihr an unserer Reise teilgenommen habt, wir haben uns ueber jeden Kommentar so gefreut, wie Ihr Euch ueber einen neuen Blogeintrag. Dadurch hatten wir das Gefuehl, dass Ihr uns selbst am anderen Ende der Welt ganz nah ward.
Bis bald...dann wieder "live".

Nur ueber das Ende des Weges wurden wir nicht gut genug informiert. Wir dachten, dass irgendwann eine "cove" kommt (nicht gleich cave, also Hoehle, wie Katha dachte). Es kam aber nichts und uns kamen auch immer weniger Wanderer entgegen. Die letzten haben wir dann mal gefragt und dann kam nur die Antwort: "Bis ans Ende schafft ihr es eh nicht, der Weg geht weit in den Yosemite Park hinein." Gut, da wir eh schon zwei Stunden unterwegs waren und ja auch wieder zurueck mussten, haben wir Mittagspause gemacht und sind dann wieder umgekehrt.
Abends haben uns dann doch ganz schoen die Muskeln weh getan und Chrissi hat zur Entspannung den Spa-Bereich besucht, mit einer schoenen Sauna und einem kleinen Whirlpool, von dem aus man in den Wald schauen konnte. Und die Spaghetti am Abend haben umso besser geschmeckt. Am naechsten Morgen hiess es wieder Sachen packen und alles ins Auto, ab nach San Francisco. Ueber die Bay Bridge sind wir direkt in die Stadt gefahren und konnten schon von weitem die Skyline sehen. Hier wohnen wir in Fisherman's Wharf, am Ende der ganzen Piers, mit einem tollen Blick zur Golden Gate Bridge.
Fuer heute und morgen haben wir eine Sightseeing Tour mit einem Hop on- Hop off- Bus gebucht. Wir haben heute den ersten Teil gemacht, waren Kaffee trinken in Little Italy,
sind durch die Shops in Chinatown gebummelt, waren auf dem Coit Tower, von dem man einen schoenen Blick ueber die ganze Stadt hat.
Danach beim Civic Centre und am Alamo Square, wo die "Painted Ladies" stehen und man dieses schoene Foto machen kann: