Sonntag, 12. April 2009

Happy Ending - unser Traum wurde wahr!

Das ist nun also tatsaechlich unser allerletzter Blogeintrag. In den letzten vier einhalb Monaten haben wir unendlich viel erlebt und sind in acht Laendern gewesen. Wir haben in 58 Unterkuenften uebernachtet, 48 Orte besucht, etwa 125 Postkarten geschrieben, 400 Leute naeher kennen gelernt und unendlich viele oeffentliche Toiletten benutzt.
Von allen Laendern koennen wir nicht genau sagen, welches uns jetzt am besten gefallen hat. Sie waren sehr unterschiedlich und jedes auf seine Weise etwas besonderes. An jedes Ziel sind unterschiedliche Eindruecke geknuepft, die uns in Erinnerung bleiben werden. Die Unterkuenfte waren mal gross, mal klein, mal hell, mal dunkel, mal warm, mal kalt. Dort gab es sowohl positive als auch negative Erlebnisse mit unseren Mitbewohnern, mal tierisch, mal menschlich. Eines werden wir uns merken: auch Frauen koennen schnarchen, und wie. An jedem der Orte haben wir an Euch, unsere Familie und Freunde, gedacht und am Strand, im Dschungel, in der Stadt, unter Palmen, auf dem Schiff...geschrieben.
Besonders aufgefallen ist uns, wie herzlich, offen und gastfreundlich die Menschen ausserhalb Deutschlands sind. Immer wurde uns weiter geholfen (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg), jeder hat sich fuer uns Zeit genommen und wir haben uns immer wohl gefuehlt. Nie bedroht oder irgendwie komisch angemacht. In der Post, am Aufzug oder in der Metro wurden wir gefragt, wo wir herkommen, was wir machen und die Menschen waren wirklich interessiert. Wir haben auch viele andere Reisende getroffen, deren Geschichten uns sehr interessiert haben, die uns neue Ideen gegeben haben, mit denen wir Erfahrungen austauschen konnten, uns gegenseitig geholfen haben und vor allem viel Spass zusammen hatten.
Zu den Toiletten geben wir keinen Kommentar ab. Nur soviel: Wir sind immernoch gesund und munter :-).
Wir haben nun viereinhalb Monate Tag und Nacht miteinander verbracht (so viel Zeit haben wir noch mit keinem anderen Menschen am Stueck verbracht!), zusammen viel gelacht, viel viel geredet (wie sollte es auch anders sein), undendlich viele Kilometer zu Fuss zurueck gelegt, organisiert bis der Kopf pflatzt, Stadtplaene bis zur Perfektion lesen gelernt und kochen zum Teil ge- aber auch verlernt. Natuerlich war nicht immer nur Sonnenschein, aber wir haben immer ueber alles gesprochen und wenn eine mal "ihre fuenf Minuten" hatte, haben wir uns kurz in Ruhe gelassen, aber dann war auch alles gut.
Wir wissen beide nicht genau, was auf uns zuhause zukommt, weshalb wir die Reise mit gemischten Gefuehlen beenden. So sehr wir uns auch an das Reisen gewoehnt haben, freuen wir uns doch auch wieder auf ein eigenes Bett, einen Kleiderschrank und ein sauberes Bad. Diese Dinge nehmen wir nicht als selbstverstaendlich hin, sondern wissen sie viel mehr zu schaetzen, als das vor der Reise der Fall war. Trotzdem werden wir wahrscheinlich die ersten Wochen zuhause noch mit Geldbeutel unterm Kopfkissen schlafen und die Waschmaschine oder den Computer mit Scheinchen fuettern, bevor die Maschinen sich in Gang setzen.
Frueher oder spaeter muessen wir allerdings einen Job oder irgendeine andere Beschaeftigung finden, was uns beiden etwas Sorgen macht. Aber irgendwie wird sich bestimmt alles finden und die Reise hat uns eines mit Sicherheit gemacht - staerker und selbstbewusster. Oft fuegen sich die Dinge irgendwie zum Guten, weshalb wir mit mehr Optimismus und Gelassenheit an Herausforderungen herangehen koennen.
Wir danken Euch allen, dass Ihr an unserer Reise teilgenommen habt, wir haben uns ueber jeden Kommentar so gefreut, wie Ihr Euch ueber einen neuen Blogeintrag. Dadurch hatten wir das Gefuehl, dass Ihr uns selbst am anderen Ende der Welt ganz nah ward.
Bis bald...dann wieder "live".

...und endet mit Sonnenschein!

Am Donnerstag haben wir ausgeschlafen (so lange das in einem 10-Bett-Zimmer eben geht) und sind bei strahlendem Sonnenschein wieder Richtung Downtown Manhatten gefahren. Zuerst ging es an die Brooklyn Bridge, die mit ihren alten Pfeilern eine der bekanntesten Sehenswuerdigkeiten New Yorks ist.

Danach wollten wir etwas vom New Yorker Leben und Flair mitbekommen und sind nacheinander durch Chinatown, Little Italy, SoHo und Greenwich Village gelaufen. In Chinatown kann man wunderbar billige Souvenirs und echt gefaelschte Markensachen kaufen. Diese Gelegenheit konnten wir natuerlich auch nicht auslassen. In Little Italy wollten wir gemuetlich einen Kaffee an einem der Tische in der Sonne trinken, durften wir aber nicht. Freundlich aber bestimmt wurden wir an die Bar im Inneren verwiesen, schliesslich sei noch Lunchtime (es war drei Uhr nachmittags) und wir muessten schon etwas zu Essen bestellen, wenn wir draussen sitzen wollen. Dann eben nicht, haben wir uns gedacht und sind weiter gezogen. In SoHo gibt es sehr exklusive Laeden und viele Galerien, schoen zum Anschauen, aber nichts fuer das Backpacker-Budget. Greenwich Village ist das urspruengliche Kuenstlerviertel von New York und es finden sich noch viele alte und schoene Haeuser dort.

Nach einigen Stunden taten uns dann die Fuesse weh und wir haben uns auf den Rueckweg zum Hostel gemacht, um unsere Einkaeufe abzugeben und uns auf die Suche nach einem Pizza Hut zu machen. Das fehle uns naemlich noch in unserer Fastfood-Reihe. Ja, hier sei gleich einer um die Ecke, gar nicht weit. Da sind wir dann auch hingelaufen und was war - nichts! Statt dessen ein KFC, darauf hatten wir aber keine Lust. Wieder im Hostel gefragt und nach Brooklyn verwiesen worden. Ist auch nur einmal umsteigen und geht ganz schnell. Naja, wenn 45 Minuten schnell sind...In Brooklyn angekommen, haben wir herausgefunden, dass es sich nur um einen Lieferservice handelt und man sich nichtmal hinsetzen kann. Aber gleich drei Stationen weiter sei ein richtiges Restaurant. Also sind wir da hin und waren mittlerweile in Queens. Das "richtige Restaurant" hat sich als Pizza Hut Lieferservice mit drei mehr oder wenigen sauberen Tischen herausgestellt, aber das war uns dann egal. Hauptsache endlich PIZZA!
Am Freitag haben wir uns Lower Manhattan vorgenommen, waren zuerst an der Grand Central Station, ein wirklich beeindruckender Bahnhof!

Dann kurz am Chrysler Building, dass in den meisten Sex-and-the-City-Folgen zu sehen ist und auch sonst jedem bekannt ist. Ein weiteres Highlight war die Eisbahn vor dem Rockefeller Center, auch aus vielen Filmen bekannt. Hier haben wir einige Zeit den Amateuren und Moechtegernfahrern beim Eislaufen zugeschaut und sind dann weiter zu FAO Schwarz.
Das ist ein riesiges Spielwarenkaufhaus. Da gibt es alles, was man sich als Kind nur vorstellen kann. Und fuer Fast-Erwachsene ist es auch toll. Zur Staerkung mussten wir dann erstmal zu Macy's und einen New York Cheesecake essen, der pappsuess ist, aber eine Spezialitaet hier. Ein Stueck zu zweit kann man gut essen. Da im MoMA an diesem Tag ab 16.30 Uhr freier Eintritt war, sind wir da als naechstes hin und nachdem wir uns 'nur' drei Bloecke vom Museum entfernt angestellt haben, ging es doch relativ schnell und wir sind in die Welt der Kunst eingetaucht. Werke von Picasso, Van Gogh, Miro, Andy Warhol, Monet und vielen vielen mehr haben uns fast unsere Beinkraft gekostet, letztendlich haben wir sie aber doch ueberlebt und viel Spass gehabt.
Den letzten richtigen vollen Tag haben wir mit einem Besuch des American Museum of Natural History begonnen. In vier Etagen ist hier ausgestellt, wie sich die einzelnen Voelker in Amerika und Asien entwickelt haben, welche Tiere wo leben und den Dinosauriern werden zwei Etagen gewidmet. Nach vielen Skeletten, unzaehligen Schaukaesten und Infotafeln war es auch schon vier Stunden spaeter. Das Museum ist wirklich beeindruckend und man koennte gut zwei Tage dort verbringen, falls man so lange aufmerksam bleiben kann.
Zum finalen Shopping sind wir zuerst ins Macys, mussten da aber feststellen, dass das alles nicht so ganz unserer Preisklasse entspricht. In diversen anderen Laeden rund herum sind wir aber fuendig geworden. Erschoepft und hungrig sind wir zum letzten Abendessen gegangen. Chrissi war vor neun Jahren mit ihrer Familie schonmal hier und hat sich noch an ein asiatisches Restaurant erinnert, dasRuby Foo's. Dort haben wir eine leckere Vorspeise und noch leckerere Hauptgerichte genossen und sind kugelrund zurueck ins Hostel gerollt.
Morgen wollen wir noch fruehstuecken gehen und ein bisschen den Central Park bei strahlendem Sonnenschein erkunden, bevor es fuer Katha um 13.40 Uhr zum Flughafen geht (obwohl der Flug erst um 18.15 Uhr ist!). Chrissi "muss" sich dann den Tag noch alleine vertreiben, bevor es auch fuer sie am Montag um elf nach Atlanta geht.

Donnerstag, 9. April 2009

Die letzte Woche beginnt mit Kaelte....

...denn hier in New York ist es sch.... kalt. Jetzt koennen sich alle in Deutschland mal kurz freuen, dass sie waehrend unserer Reise doch noch einmal waermeres Wetter haben, als wir. :) Aber von vorn!
In Santa Barbara haben wir uns also noch die Stadt am Samstag angeschaut und dabei etwas ueber die Stadt bei einem "historic Walk" gelernt. Unter anderem konnten wir dabei die erste Strasse in Santa Barbara sehen, sowie Haeuser, die die spanischen Einwanderer gebaut haben und in einem kleinen, uebersichtlichen Museum (sooo alt ist die Stadt dann ja doch wieder nicht) noch ein paar Hintergruende lernen.
Am naechsten Tag ging's mit dem Auto zurueck nach L.A. beziehungsweise wieder in das Hostel nach Santa Monica. Auf dem Weg sind wir an lauter schoenen Straenden vorbeigefahren: El Matador, Surfrider Beach und Malibu Lagoon Beach sprechen wohl schon fuer sich!
An einem Strand haben wir unfreiwillig gehalten, da die Strasse von einem Polizeiwagen geblockt wurde. Als wir den Polizisten fragen wollten, wieso wir nicht weiterfahren koennen wurden wir nur mit boesen Blicken weggeschickt. Wir sollten so schnell wie moeglich einfach umdrehen, meinte der Polizist. Bevor wir wieder in unser Auto einsteigen konnten waren wir aber schon Zeugen eines Action-Films. Nur war dieser real und kein billiger Hollywood-Streifen: Ein anderer (freundlicherer) Polizist hat uns erklaert, dass sie mitten in einer Verfolgungsjagd sind. Und schon fliegen zwei Helikopter ueber uns hinweg, der unfreundliche Polizist holt eine riesige Waffe vom Ruecksitz seines Autos, laed sie und geht hinter seinem Wagen in Deckung. Wir haben uns nur einen ungaeubigen Blick zugeworfen und auch versteckt. Im gleichen Moment ist schon ein gruener Kombi an uns vorbeigerast, gefolgt von etwa 5 Polizeiwagen....Gott sei Dank hat der Polizist nicht geschossen. Innerhalb von weniger als einer Minute waren dann alle verschwunden und nachdem wir uns von dem kurzen Schreck erholt haben, sind auch wir weitergefahren.

Eigentlich wollten wir "zur Erholung" dann Britney Spears einen Besuch in ihrer 2007 fuer 12 Millionen Dollar gebauten Villa in Malibu abstatten, wurden dann aber doch vom Torwaechter nicht reingelassen. Dabei sind wir extra mit riesen Chevy-Bus vorgefahren.... Straende an denen Tom Hanks und zu frueheren Zeiten Pamela Anderson und David Hasseloff ihre Zeit verbringen konnte man nur zu uebertrieben hohen Park- oder Eintrittspreisen besuchen.
Da sind wir lieber gleich an den Surfrider Beach gleich neben Malibu gefahren und haben dort die Surfer an einen der bekanntesten Surfspots der Welt beobachtet. Von dort ging's dann zurueck in das uns schon bekannte Hostel in Santa Monica. Am Abend haben wir uns auf ein letztes Bier am Strand (das wir heimlich getrunken haben, da wir uns nicht sicher waren, ob wir das in der Oeffentlichkeit trinken duerfen) den Sonnenuntergang angeschaut. Das war unser letzter Strandbesuch auf unserer Reise, den wir noch einmal richtig genossen haben.
Am naechsten Morgen sind wir nach New York geflogen. Wegen schlechtem Wetter in New York hatte unser Flug 1 1/2 Stunden Verspaetung. Einen Teil davon haben wir auf dem Flug aber wieder aufgeholt und sind so nach etwa 5 1/2 Stunden Flug im Big Apple gelandet. Es war schon mitten in der Nacht, also sind wir nur noch mit einem Shuttle-Bus zu unserem Hostel gefahren und haben erstmal geschlafen. Gestern Vormittag haben wir uns dann nach einer laengeren Orientierungs- und Entscheidungsphase, womit wir ueberhaupt anfangen sollen, auf den Weg zum Time Square gemacht. Die etwa 60 Bloecke von unserem Hostel an der Upper West Side dorthin sind wir gelaufen... Der Time Square hat uns fast ein wenig an Las Vegas mit all den Lichtern und blinkenden Werbeschildern erinnert. Nachdem wir uns dort eine Weile aufgehalten haben und noch einmal lustige Bilder geknipst haben, sind wir noch zum Empire State Building gelaufen und dort mit dem Aufzug (nach etwa 2 Stunden Schlange stehen) in den 86. Stock gefahren. Der Ausblick von dort auf die Stadt war atemberaubend. Chrissi hat den Blick schon mal bei Tageslicht genossen. Im Dunklen sieht alles nochmal anders aus. Wir hatten das Glueck gerade den Uebergang zur Dunkelheit mitzubekommen und so immer mehr Lichter erleuchten zu sehen, die bis zum Horizont gereicht haben.
Zurueck sind wir dann mit der U-Bahn gefahren und haben jetzt fuer die restliche Woche ein Ticket, sodass wir schneller von der 103. Strasse (in der das Hostel ist) ueberall hinkommen.
Heute Morgen sind wir bis South Street Seaport ganz im Sueden Manhattan's gefahren und von dort mit der kostenlosen (!) Staten Island Ferry an Ellis Island und der Freiheitsstatue vorbeigefahren. Von Staten Island dann auch wieder zurueck mit tollem Blick auf die Skyline Manhattan's. Zurueck an Land (unsere letzte Schifffahrt!!) sind wir zur Wall Street gelaufen, wo wir uns den Bullen, der Optimismus an der Boerse repraesentiert, und den New York Stock Exchange angeschaut haben sowie eine riesige Statue von George Washington, der dort zum ersten amerikanischen Praesidenten ernannt wurde. Danach waren wir in der Trinity Church (auch an der Wall Street) und sind von dort zum Ground Zero gelaufen. Wenn man die riesige Baustelle dort sieht und sich die Bilder des 11. Septembers ins Gedaechtnis ruft, ist es wirklich bewegend. Das Ganze wurde noch durch die "Tear drop Fountain" im American Express Building gesteigert. Dort wurde ein wirklich schoener Brunnen gebaut fuer alle Mitarbeiter von American Express, die auch beim 11. September ums Leben gekommen sind. Lange standen wir vor dem Brunnen und haben ueber dieses Schrecklich Ereignis nachgedacht.
Am Nachmittag haben wir dann ganz spontan Chrissis Oma, die in New York wohnt, besucht. Nach einem kurzen Anruf, hat sie uns auf einen Tee zu sich nach Hause eingeladen. Ein paar Fotos aus vergangenen Tagen und Geschichten ueber ihre Einwanderung in die USA inklusive.

Jetzt sind wir zurueck im Hostel und werden frueh ins Bett gehen, um Morgen frisch in einen neuen aufregenden Tag in der 8 Millionen Einwohner Stadt New York zu starten!!

Samstag, 4. April 2009

Roadtrip

Bevor wir unseren Roadtrip starten konnten, mussten wir erst unseren alten Mietwagen abgeben und einen neuen mieten. War aber unser Fehler, nicht der der Agentur. Man wird generell immer gefragt, ob man eine Hochstufung in eine hoehere Wagenklasse will. Nur Economy sei doch ein bisschen klein, gerade fuer die Strecke. Wir sind aber dabei geblieben - zum Glueck. Denn das Auto, was wir bekommen haben, ist ein Bus. Ein kleiner Bus zwar nur, aber definitiv ein Bus.
Als wir also unseren Weg aus der Innenstadt von San Francisco gefunden haben, ging's los. Und die Strecke ist wirklich traumhaft schoen. Eigentlich koennte man alle zehn Meter anhalten. Manchmal hat man das Gefuehl, man faehrt direkt an der Klippenkante und nur ein Meter weiter nach rechts und man wuerde im Meer landen.



Gegen Mittag sind wir bei unserem Leuchtturm angekommen, den man aber nicht mehr betreten darf - Sicherheitsrisiko. Das Hostel war auf mehrere kleine Haeuser aufgeteilt und richtig suess. Weil es am Meer so gestuermt hat, haben wir uns fuer eine kleine Wanderung in einem nahegelegenen Nationalpark entschieden und da kein Ranger da war, haben wir uns selbst einen Weg ausgesucht. Natuerlich (unabsichtlich) den, der NUR bergauf geht und dann wieder runter. Wir waren ganz schoen ausser Puste und haben uns deshalb die Stunde im Hot Tub wirklich verdient, die wir danach genossen haben. Direkt an der Klippe, mit Blick auf das Meer und den Leuchtturm. Wirklich traumhaft.
In der Nacht haben wir sowas von gut geschlafen.
Am naechsten Morgen sind wir zuerst nach Monterey gefahren, ein nettes Kuestenstaedtle mit einem tollen Aquarium, in dem man alle Meerestiere der Bucht bestaunen kann. Von Hammerhai ueber Quallen, Thunfische, Otter und Pinguine war alles dabei. Besonders die Fuetterung der Otter war toll.

Gegen Abend sind wir in San Luis Obispo angekommen. Die Stadt hat uns eine leicht durchgeknallte Frau am Flughafen auf Fiji empfohlen. Ist eher eine Urlaubsstadt mit ganz vielen Ferienappartements am Strand entlang. Das Hostel hier war auch total suess, aber ein bisschen zu sehr oeko fuer uns. Fuer eine Nacht war das aber voellig okay und die Sauerteigpfannenkuchen am naechsten Morgen haben sehr gut geschmeckt. Aber wieso man die Pfanne, in der man eine Pizza aufwaermt, nicht mit Seife spuelen darf, ist uns bis jetzt noch ein Raetsel (und nein, die Pizza war nicht von uns, wie hatten Reis mit Gemuese :-)). Auf dem Weg nach Santa Barbara war nichts spektakulaeres mehr, die Strasse ging auch meist eher durchs Landesinnere. Gestern Nachmittag sind wir noch den Pier entlang gelaufen und ein bisschen am Strand entlang.
Abends haben wir uns der Hosteltour in eine nahegelegene Bar angeschlossen und noch ein bisschen gefeiert.
Heute wollen wir uns die Stadt mal naeher anschauen, Santa Barbara wird auch die "amerikanische Riviera" genannt - wir sind gespannt! Morgen gehts dann schon wieder zurueck nach Los Angeles, von wo aus wir am Montag Mittag nach New York fliegen.

Mittwoch, 1. April 2009

"... be sure to wear some flowers in your hair..."

Das im Titel Genannte haben wir zwar nicht befolgt, trotzdem geht uns das Lied nicht aus dem Kopf. Statt Blumen im Haar zu tragen, haben wir uns diese im Botanischen Garten des Golden Gate Parks angeschaut. Dort war wunderbare Fruehlingsstimmung und wir sind ein wenig zwischen See, Blumenanlagen und Baeumen umhergewandelt.
Davor sind wir aber erstmal Cable Car gefahren. Wir hatten "das Glueck", dass das Cable Car an unserer Haltestelle schon ziemlich voll war und wir uns aussen hinstellen mussten.
Besonders das letzte Stueck war extrem steil und wenn wir uns nicht richtig festgehalten haetten, waeren wir auf die Strasse gepurzelt. Ist aber nicht passiert - schliesslich ist unsere Armmuskulatur durch's Rucksacktragen gestaehlt. Die Fahrt hat auf jeden Fall viel Spass gemacht.
Nachdem wir im Golden Gate Park waren, sind wir ueber die Golden Gate Bridge gelaufen, die etwa 3 km lang ist und einst die laengste Bruecke der Welt war.
Von der Bruecke hatten wir auch einen tollen Blick auf die Stadt. Es ist schon beeindruckend auf dieser riesig hohen Bruecke zu stehen!
Am anderen Ende der Bruecke haben wir auch noch zahlreiche Fotos geschossen und sind dann mit unserem Sightseeing-Bus wieder zurueck in die Stadt gefahren. Abends waren wir noch im Kino, in das wir mal eben mit unserem Mietwagen gefahren sind. Mietwagen muss hier nochmal betont werden. Der ist gleichzusetzten mit viel mehr Freiheit!

Heute Vormittag sind wir mit einem Schiff zur Alcatraz Insel gefahren, die nur etwa 2 km vor dem Festland liegt. Nach einem Einfuehrungsfilm ueber die Insel haben wir uns dann mit Kopfhoerern auf eine einstuendige Tour begeben. Nachdem die Insel zunaechst vom Militaer zum Schutz San Franciscos vor Feinden genutzt wurde, ist es in das beruehmte Hochsicherheitsgefaengnis umgewandelt worden. Bei unserer Tour konnten wir uns die Zellen anschauen, in denen Al Capone und dergleichen gesessen haben. Keinem Inhaftierten ist die Flucht in die Freiheit gelungen.
Besonders schlimm fuer die Gefangenen war, dass sie gar nicht so weit von der grossen Stadt entfernt waren und immer wieder (vor allem an Silvester) Geraeusche wie Menschenstimmen und Musik ueber's Meer zu der Insel getragen wurden. Die Zellen konnten wir zum Teil betreten und die Enge war auch mir offener Tuer schon beklemmend... Das Gefaengnis wurde geschlossen, als es nicht mehr zahlbar war. In den 60ern haben Indianer die Insel als ihr (freies) Land erklaert. Kurz darauf hat aber der Staat aud dem Land einen National Park gemacht, der bis heute besteht. Nach unserem Gefaengnisaufenthalt sind wir noch ein wenig an den Piers entlanggeschlendert und haben uns den bekanntesten, Pier 39, genauer angesehen. Ausser vielen vielen Souvenir-Shops, diversen Restaurants und Suessigkeitenlaeden gibt es dort nicht allzu viel. Ausser riesige Seeloewen, die sich einfach in Hafen auf Holzstegen zu Hunderten breit machen!
Morgen startet unsere Fahrt die Kueste entlang auf dem Highway 1. Unser erster Stop wird einer der hoechsten Leuchttuerme in den Staaten sein, in dem wir uebernachten werden.

Montag, 30. März 2009

"If you're going to San Francisco..."

Unsere Wanderung auf eigene Faust im Yosemite Park am Freitag war sehr schoen. Wir sind am Merced River, ausserhalb des Parks, entlang gelaufen. Dort konnten wir wunderschoenen Blumenwiesen sehen und das kalte Wasser mit den Fuessen antesten.


Nur ueber das Ende des Weges wurden wir nicht gut genug informiert. Wir dachten, dass irgendwann eine "cove" kommt (nicht gleich cave, also Hoehle, wie Katha dachte). Es kam aber nichts und uns kamen auch immer weniger Wanderer entgegen. Die letzten haben wir dann mal gefragt und dann kam nur die Antwort: "Bis ans Ende schafft ihr es eh nicht, der Weg geht weit in den Yosemite Park hinein." Gut, da wir eh schon zwei Stunden unterwegs waren und ja auch wieder zurueck mussten, haben wir Mittagspause gemacht und sind dann wieder umgekehrt.


Abends haben uns dann doch ganz schoen die Muskeln weh getan und Chrissi hat zur Entspannung den Spa-Bereich besucht, mit einer schoenen Sauna und einem kleinen Whirlpool, von dem aus man in den Wald schauen konnte. Und die Spaghetti am Abend haben umso besser geschmeckt. Am naechsten Morgen hiess es wieder Sachen packen und alles ins Auto, ab nach San Francisco. Ueber die Bay Bridge sind wir direkt in die Stadt gefahren und konnten schon von weitem die Skyline sehen. Hier wohnen wir in Fisherman's Wharf, am Ende der ganzen Piers, mit einem tollen Blick zur Golden Gate Bridge.

Fuer heute und morgen haben wir eine Sightseeing Tour mit einem Hop on- Hop off- Bus gebucht. Wir haben heute den ersten Teil gemacht, waren Kaffee trinken in Little Italy,

sind durch die Shops in Chinatown gebummelt, waren auf dem Coit Tower, von dem man einen schoenen Blick ueber die ganze Stadt hat.
Danach beim Civic Centre und am Alamo Square, wo die "Painted Ladies" stehen und man dieses schoene Foto machen kann:


Morgen wollen wir dann ueber die Golden Gate Bridge laufen, im Golden Gate Park ein japanischen Teahouse anschauen und natuerlich mit einem Cable Car fahren. San Francisco gefaellt uns bisher sehr gut, das Wetter ist schoen und die Leute sehr nett (wie bisher eigentlich ueberall).

Freitag, 27. März 2009

Las Vegas, Grand Canyon und Yosemite



Zuerst mal tut es uns Leid, dass wir uns erst jetzt melden, aber das mit dem Internet ist hier so eine Sache. Entweder ist es teuer, gar nicht vorhanden oder saulangsam.
Wir sind mittlerweile im Yosemite National Park und uns geht es gut, aber alles von Anfang an:
Von San Diego aus haben wir den Greyhound genommen, da unser ganzes Gepaeck (wie ja schon von uns vermutet) unmoeglich zu den drei Jungs mit ins Auto gepasst haette. Nachts um halb eins waren wir dann in Las Vegas und sollten auf jeden Fall im Gebaeude auf unseren Abholer vom Hostel warten. Drinnen waren auch schon jede Menge komischer Gestalten, aber alle harmlos. Das Hostel lag ganz am Anfang des Las Vegas Boulevard ("Strip") und ist ein ehemaliges Motel. Nachdem wir ausgeschlafen haben, haben wir den naechsten Tag erstmal mit einem Pancake-Fruehstueck angefangen und uns dann die ganzen Hotels und Geschaefte bei Tageslicht angeschaut. Die Hotels versuchen sich gegenseitig zu uebertrumpfen, was Shows und Prunk angeht. Man kommt aus dem Staunen nicht raus und bei Nacht schon gar nicht. Die Wassershow vor dem Bellagio hat uns besonders gut gefallen, genauso wie das Venetian von innen, wo der Canale Grande und der Markusplatz nachgebaut sind. Im MGM kann man in der Hotellobby echte Loewen betrachten und im Treasure Island gibt es ein Delfinbecken. In den Casinos kann man nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden, Tische und Spielautomaten sind immer besetzt. Wir haben aber nicht gespielt, konnten also auch nichts verlieren.
Am Dienstag haben wir uns ein Auto fuer einen Tag gemietet und wollten mal "kurz" an den Grand Canyon, wo er doch schon mal ums Eck ist. Nach nur fuenf Stunden waren wir dann auch da - und wirklich beeindruckt! Man kann schwer beschreiben, wie es dort aussieht, wie tief die Krater sind, wenn man nicht selbst dort war. Von verschiedenen Aussichtspunkten haben wir immer wieder eine neue Perspektive auf den Grand Canyon bekommen, hier ein paar Eindruecke:
Gestern haben wir dann einen neuen Mietwagen geholt, mit dem wir jetzt mindestens bis San Francisco unterwegs sind. Mit dem Mietwagen (ein schicker Ford Focus) sind wir von Las Vegas aus zum Yosemite National Park gefahren. Da waren wir auch gleich nochmal gute 8 1/2 Stunden unterwegs. Heute brauchten wir dann unbedingt Bewegung und sind mit einer gefuehrten Bustour in den Yosemite gefahren. Zuerst haben wir einen Schneespaziergang (!) gemacht. Ja, hier liegt tatsaechlich noch Schnee - ein seltener Anblick fuer zwei Weltenbummler, die seit Monaten nur kurze Hosen und T-Shirts getragen haben... Ein wenig gefroren haben wir dann doch, immerhin haben wir tief unten im Rucksack noch den ein oder anderen Pullover gefunden... Bei dem Schneespaziergang haben wir Mammut-Baeume gesehen. Manche sind in den letzten hunderten von Jahren umgefallen und ihre riesigen Staemme mit noch riesigeren Wurzeln lagen dort herum. Danach sind wir zu einem See (Mirror Lake) gelaufen. Wenn es nicht so windig gewesen waere, haetten wir die schneebedeckten Berge sehen koennen, wie sie sich im See spiegeln. Aber auch so war der See und die umliegende Natur schoen anzusehen. Von dort ging es zum etwas anstrengenderen Teil unseres Ausflugs ueber: Wir sind 1 1/2 Stunden bergauf gelaufen und haben uns den Yosemite Fall angeschaut, ein riesiger Wasserfall, der hoechste Nordamerikas. Gerade jetzt stuerzen beeindruckende Wassermengen dort hinunter. Nach diesem erstaunlichen Naturschauspiel ging's wieder zurueck in unser Hostel.
Morgen wollen wir den Park noch auf eigene Faust erkunden und die ein oder andere kleine Wanderung machen. Am naechsten Tag geht's dann nach San Francisco!