Montag, 30. März 2009

"If you're going to San Francisco..."

Unsere Wanderung auf eigene Faust im Yosemite Park am Freitag war sehr schoen. Wir sind am Merced River, ausserhalb des Parks, entlang gelaufen. Dort konnten wir wunderschoenen Blumenwiesen sehen und das kalte Wasser mit den Fuessen antesten.


Nur ueber das Ende des Weges wurden wir nicht gut genug informiert. Wir dachten, dass irgendwann eine "cove" kommt (nicht gleich cave, also Hoehle, wie Katha dachte). Es kam aber nichts und uns kamen auch immer weniger Wanderer entgegen. Die letzten haben wir dann mal gefragt und dann kam nur die Antwort: "Bis ans Ende schafft ihr es eh nicht, der Weg geht weit in den Yosemite Park hinein." Gut, da wir eh schon zwei Stunden unterwegs waren und ja auch wieder zurueck mussten, haben wir Mittagspause gemacht und sind dann wieder umgekehrt.


Abends haben uns dann doch ganz schoen die Muskeln weh getan und Chrissi hat zur Entspannung den Spa-Bereich besucht, mit einer schoenen Sauna und einem kleinen Whirlpool, von dem aus man in den Wald schauen konnte. Und die Spaghetti am Abend haben umso besser geschmeckt. Am naechsten Morgen hiess es wieder Sachen packen und alles ins Auto, ab nach San Francisco. Ueber die Bay Bridge sind wir direkt in die Stadt gefahren und konnten schon von weitem die Skyline sehen. Hier wohnen wir in Fisherman's Wharf, am Ende der ganzen Piers, mit einem tollen Blick zur Golden Gate Bridge.

Fuer heute und morgen haben wir eine Sightseeing Tour mit einem Hop on- Hop off- Bus gebucht. Wir haben heute den ersten Teil gemacht, waren Kaffee trinken in Little Italy,

sind durch die Shops in Chinatown gebummelt, waren auf dem Coit Tower, von dem man einen schoenen Blick ueber die ganze Stadt hat.
Danach beim Civic Centre und am Alamo Square, wo die "Painted Ladies" stehen und man dieses schoene Foto machen kann:


Morgen wollen wir dann ueber die Golden Gate Bridge laufen, im Golden Gate Park ein japanischen Teahouse anschauen und natuerlich mit einem Cable Car fahren. San Francisco gefaellt uns bisher sehr gut, das Wetter ist schoen und die Leute sehr nett (wie bisher eigentlich ueberall).

Freitag, 27. März 2009

Las Vegas, Grand Canyon und Yosemite



Zuerst mal tut es uns Leid, dass wir uns erst jetzt melden, aber das mit dem Internet ist hier so eine Sache. Entweder ist es teuer, gar nicht vorhanden oder saulangsam.
Wir sind mittlerweile im Yosemite National Park und uns geht es gut, aber alles von Anfang an:
Von San Diego aus haben wir den Greyhound genommen, da unser ganzes Gepaeck (wie ja schon von uns vermutet) unmoeglich zu den drei Jungs mit ins Auto gepasst haette. Nachts um halb eins waren wir dann in Las Vegas und sollten auf jeden Fall im Gebaeude auf unseren Abholer vom Hostel warten. Drinnen waren auch schon jede Menge komischer Gestalten, aber alle harmlos. Das Hostel lag ganz am Anfang des Las Vegas Boulevard ("Strip") und ist ein ehemaliges Motel. Nachdem wir ausgeschlafen haben, haben wir den naechsten Tag erstmal mit einem Pancake-Fruehstueck angefangen und uns dann die ganzen Hotels und Geschaefte bei Tageslicht angeschaut. Die Hotels versuchen sich gegenseitig zu uebertrumpfen, was Shows und Prunk angeht. Man kommt aus dem Staunen nicht raus und bei Nacht schon gar nicht. Die Wassershow vor dem Bellagio hat uns besonders gut gefallen, genauso wie das Venetian von innen, wo der Canale Grande und der Markusplatz nachgebaut sind. Im MGM kann man in der Hotellobby echte Loewen betrachten und im Treasure Island gibt es ein Delfinbecken. In den Casinos kann man nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden, Tische und Spielautomaten sind immer besetzt. Wir haben aber nicht gespielt, konnten also auch nichts verlieren.
Am Dienstag haben wir uns ein Auto fuer einen Tag gemietet und wollten mal "kurz" an den Grand Canyon, wo er doch schon mal ums Eck ist. Nach nur fuenf Stunden waren wir dann auch da - und wirklich beeindruckt! Man kann schwer beschreiben, wie es dort aussieht, wie tief die Krater sind, wenn man nicht selbst dort war. Von verschiedenen Aussichtspunkten haben wir immer wieder eine neue Perspektive auf den Grand Canyon bekommen, hier ein paar Eindruecke:
Gestern haben wir dann einen neuen Mietwagen geholt, mit dem wir jetzt mindestens bis San Francisco unterwegs sind. Mit dem Mietwagen (ein schicker Ford Focus) sind wir von Las Vegas aus zum Yosemite National Park gefahren. Da waren wir auch gleich nochmal gute 8 1/2 Stunden unterwegs. Heute brauchten wir dann unbedingt Bewegung und sind mit einer gefuehrten Bustour in den Yosemite gefahren. Zuerst haben wir einen Schneespaziergang (!) gemacht. Ja, hier liegt tatsaechlich noch Schnee - ein seltener Anblick fuer zwei Weltenbummler, die seit Monaten nur kurze Hosen und T-Shirts getragen haben... Ein wenig gefroren haben wir dann doch, immerhin haben wir tief unten im Rucksack noch den ein oder anderen Pullover gefunden... Bei dem Schneespaziergang haben wir Mammut-Baeume gesehen. Manche sind in den letzten hunderten von Jahren umgefallen und ihre riesigen Staemme mit noch riesigeren Wurzeln lagen dort herum. Danach sind wir zu einem See (Mirror Lake) gelaufen. Wenn es nicht so windig gewesen waere, haetten wir die schneebedeckten Berge sehen koennen, wie sie sich im See spiegeln. Aber auch so war der See und die umliegende Natur schoen anzusehen. Von dort ging es zum etwas anstrengenderen Teil unseres Ausflugs ueber: Wir sind 1 1/2 Stunden bergauf gelaufen und haben uns den Yosemite Fall angeschaut, ein riesiger Wasserfall, der hoechste Nordamerikas. Gerade jetzt stuerzen beeindruckende Wassermengen dort hinunter. Nach diesem erstaunlichen Naturschauspiel ging's wieder zurueck in unser Hostel.
Morgen wollen wir den Park noch auf eigene Faust erkunden und die ein oder andere kleine Wanderung machen. Am naechsten Tag geht's dann nach San Francisco!

Sonntag, 22. März 2009

Grauer Hund, 3 Bars und 3 Stunden Mexiko

Seit gestern sind wir in San Diego. Die Fahrt dorthin haben wir mit dem Greyhound Bus zurueckgelegt, da ein Auto fuer uns fuer drei Wochen doch zu teuer ist. Auslaender muessen unter 25 naemlich einiges mehr an Versicherung und sonstigen Zuschlaegen zahlen. Immer diese Diskriminierung :). Zu der Greyhound Station waren wir auch schon 1 1/2 Stunden mit dem Stadtbus in L.A. unterwegs. Dann wurden wir an einem riesigen Bahnhof rausgelassen, an dem aber unser Bus nicht abgefahren ist. Aus Zeitgruenden haben wir uns das naechste Taxi geschnappt und sind damit endlich zur Greyhound Station gefahren, die in irgendeinem etwas duesterem Viertel lag. Gott sei Dank waren wir ziemlich knapp vor Abfahrt des Busses dort und sind dann gleich los. Nach zwei Stunden waren wir dann schon in San Diego und mussten nur noch ein kurzes Stueck zu unserem Hostel laufen. Nachmittags haben wir uns noch das Seaport Village und das Gaslamp Viertel angeschaut. Beides kuenstlich auf "alt" angelegt mit Pflastersteinen und "alten" Haeusern und eben alten Strassenlaternen. Da das Hostel gleich an der belebten 5th Avenue liegt, haben wir uns am Abend noch auf den Weg zu einer Bar gemacht. Dort hat eine Rock/Blues Band etwas aelteren Semesters gute Musik gespielt. Nach einem Bierchen haben wir noch in zwei weitere Bars einen Blick geworfen. Viele Bars und Clubs haben hier Live-Musik und der Eintritt ist meist umsonst. Gegen neun ist ueberall schon richtig viel los.

Heute Vormittag haben wir uns dann mit dem Zug auf zur mexikanischen Grenze gemacht. Nach 45 Minuten Fahrt waren wir auch schon dort und mussten nur noch ein kleines Stueck laufen - schon waren wir in Tijuana, Mexiko. Es war gleich mal noch 5 Grad waermer und (wer haett's gedacht) alle um uns herum haben spanisch geredet! Die Granzueberquerung war sowas von kein Problem, dass wir erst gar nicht glauben konnten, dass wir schon in Mexiko sind. Pass wollte niemand sehen. Wir sind die Avenida Revolution entlaggelaufen; die Haupteinkaufsstrasse in Downtown Tijuana. Von allen Seiten wurden wir angesprochen hier einen Margarita zu trinken und dort einen Sombrero zu kaufen. Wir haben uns aber nur zu einem Foto auf einem "mexikanischen Pferd" (haha, die denken auch, dass sie den Touris alles erzaehlen koennen...) ueberreden lassen. Davor haben wir uns in einem Restaurant mit Enchiladas und Quesadilla gestaerkt. Hier uns dort hat eine mexikanische Band gespielt und fuer uns war es ein netter Besuch, um einen kleinen Eindruck von Mexiko zu bekommen. Auch die Ausreise war viel unkomplizierter, als gedacht. Die amerikanischen Zollbeamten waren sogar ausnahmsweise mal richtig relaxed und freundlich ("Aaah, you're from Germany....Sprecken Sie Doitsch?!" haha). Wir haben noch nicht einmal einen Stempel in den Pass bekommen, den wir uns so gewuenscht haben. Zurueck in San Diego sind wir fuer's Abendessen einkaufen gegangen und sind jetzt dabei unsere Weiterreise zu planen. Wahrscheinlich wird's wieder auf unseren Freund den Grauen Hund hinauslaufen. Nur morgen fuer unsere Fahrt ins verrueckte Las Vegas haben wir eventuell die Moeglichkeit mit anderen Leuten im Auto mitzufahren. Noch sind wir am ueberlegen, ob fuenf Leute plus einiges an Gepaeck einen Mietwagen nicht vielleicht ueberlasten wuerde....

Wir melden uns sicher die naechsten Tage wieder - falls wir nicht unser ganzes Geld beim Pokern in Las Vegas verloren haben! ;)

Freitag, 20. März 2009

Viele Sternchen, ein bloedes Fahrrad und atemberaubende Shows

So lassen sich die letzten drei Tage in Kurzversion zusammenfassen. Am Dienstag sind wir morgens nach Hollywood gefahren (hat auch gerade mal 1,5 Stunden mit dem Bus gedauert) und haben den Walk of Fame gesucht. Und nach drei Metern festgestellt, das wir bereits ueber Sterne laufen ;-). Die Sterne sind am Hollywood Boulevard, einer ganz normalen Strasse, in den Gehweg eingelassen. Viele Namen haben uns rein gar nichts gesagt, bei manchen haben wir uns gefragt, was die da wohl zu suchen haben. Das Kodak Theatre, in dem die jaehrliche Oscar-Verleihung stattfindet ist von innen beeindruckend (auch wenn wir nur im Vorraum waren) und von aussen relativ unscheinbar. Wesentlich auffallender ist das Graumann Chinese Theatre nebenan, vor dem sich viele Stars mit Hand- und Fussabdruecken verewigt haben.
Kurz sind wir noch den Sunset Boulevard ein Stueck entlang gelaufen, dann taten uns aber die Fuesse weh und wir sind zurueck zum Hostel, wo es Pasta fuer 3 Dollar gab. So mussten wir schon nicht kochen und konnten uns in Ruhe fertig machen, bevor wir in einen britischen Pub gegangen sind, um den irischen Feiertag St.Patricks Day zu feiern. Es waren zwar kaum Iren da, aber trotzdem sehr witzig.
Am Mittwoch frueh haben wir uns etwas typisch californisches vorgenommen: Wir waren beim Poweryoga. Gibts hier gleich einen Block weiter auf Spendenbasis, man muss also nichts zahlen. Fuer Katha war es die erste Yogaerfahrung, zuerst kam ihr das laute Geatme und das "Oooommmm" noch komisch vor, aber man gewoehnt sich daran und muss fast nicht mehr lachen. Fuer Chrissi war es das erste Mal Poweryoga, aber auch sie war nicht hin und weg. Die Mischung aus Dehnuebungen und Meditation ist also somit nicht das richtige fuer uns. Also haben wir uns an eine weitere californische Beschaeftigung gemacht und haben zwei Fahrraeder ausgeliehen, um damit am Strand Richtung Venice Beach und noch weiter zu fahren.
Der Fahrradweg ist superschoen und verlaeuft in Mitten des riesigen Strandes. Leider war das eine Fahrrad fast kaputt und es war sehr schwer, zu treten. Wir haben uns also fast den ganzen Tag am Venice Beach aufgehalten. Was da fuer Leute rumlaufen - unglaublich!
Wir sind aus dem Schauen fast nicht rausgekommen. Abends waren wir Pizza essen und sind dann mit einigen aus dem Hostel zum "Pub Crawl" gegangen. Wir waren insgesamt mit in drei verschiedenen Bars, in denen es entweder einen Shot umsonst gab oder man zwei Getraenke zum Preis von einem bekommen hat.
Heute morgen sind wir zu den Universal Studios gefahren, wo viele Hollywood-Filme produziert werden. Auf der Studiotour haben wir unter anderem die Kulissen von The Fast and the Furious, Psycho und die Wisteria Lane von Desperate Housewives gesehen. Ausserdem gibt es passend zu den Filmen oder Serien Attraktionen, zum Beispiel zu Shrek eine 4D-Produktion, total schoen! Im Krustyland (Simpsons) gibt es einen Achterbahnsimulator, wo man durch die Welt der Simpsons faehrt. Auch die Wildwasserbahn zu Jurassic Park war beeindruckend und die The Mumie-Achterbahn im Dunkeln zum Kreischen. Kurzum - wir hatten einen Tag lang sehr viel Spass und sind nun muede und kaputt von den ganzen Aktivitaeten im Hostel und schauen nachher maximal noch einen Film, bevor wir ins Bett gehen.
Das Wetter hier ist wunderschoen fruehlingshaft, so um die 20 Grad. Wenn die Sonne scheint, ist es warm, abends aber noch kuehl. Morgen fahren wir weiter nach San Diego, bleiben dort zwei Naechte, wir werden berichten!

Montag, 16. März 2009

Sonne, Kava und Krebse

BULA! (Hallo auf Fiji)
Heute ist schon unser letzter Tag hier. Abends geht der Flug nach L.A. Wir haben unseren Suedsee-Aufenthalt sehr seeeehr genossen. Am ersten Tag in Nadi haben wir gleich die Inseln ausgesucht, die wir in den darauf folgenden Tagen besuchen wollten. Die Wahl fiel auf Manta Ray und Waya - beide Inseln gehoeren zu der Yasawa Gruppe etwa drei Stunden Faehrenfahrt von Nadi. Manta Ray war eher eine Backpacker-Insel. Wir haben unser Zimmer mit 30 weiteren Leuten geteilt - allerdings gab's nach 4 Betten immer eine kleine Zwischenwand. Auf Manta Ray wurden wir mit einem froehlichen Lied am Strand von 4 Fijianern begruesst. Da es fuer jegliche Kleidungsstuecke zu warm war (wir aber doch IRGENDWAS anziehen mussten...), haben wir uns gleich unsere Badesachen angezogen und die auch fuer fuenf Tage kaum abgelegt.
Auf Manta Ray haben wir die Tage in der Haengematte verbracht und einen Tag sind wir Tauchen gegangen. Beim Tauchen haben wir wunderschoene Korallen und Fische gesehen. Ein Fisch musste unbedingt an Chrissis Bein rumknabbern. Hat aber keine Spuren hinterlassen. Einen Abend haben wir eine Show mit traditionellen Taenzen und Gesang von den Einheimischen angeschaut, was sehr interessant und stimmungsvoll war.
Auf Waya haben wir in einem Resort (Octupus) gewohnt, das schon der gehobeneren Klasse angehoerte. Das Publikum war aber sehr gemischt. Neben Backpackern Familien, Rentner und Honeymooner. Gegessen hat man immer mit mehreren zusammen an einem Tisch und so haben wir schnell neue Leute kennengelernt. Am ersten Abend haben wir an einer Kava-Begruessungszeremonie teilgenommen. Kava ist ein leicht betaeubendes Getraenk. Mit Bula und dreimal in die Haende klatschen haben wir das Getraenk entgegengenommen und getrunken. Hat nach altem Putzwasser geschmeckt und die Zunge leicht betaeubt. Aber nur fuer wenige Minuten. Am gleichen Abend haben wir an einem "International Crab Racing" teilgenommen. Katha hat uns einen riesigen, sehr lebendigen Krebs herausgesucht, der dann am Ende tatsaechlich der schnellste von allen war. Preis: 30 Dollar fuer Getraenke. Nicht schlecht! Das Essen auf der Insel war der Hammer. Wir hatten Vollpension (ausser dem Resort gab es nichts auf der Insel - man haette sich also nicht selbst versorgen koennen...ausser mit Krabben und Kokusnuessen) und haben unter anderem ein tolles 3 Gaenge Menue, ein BBQ und ein Fiji-Dinner (viel Fisch) genossen. Die Zeit zwischen den Mahlzeiten haben wir mit relaxen am Strand, abwechselnden Baedern in Pool und Meer und lesen verbracht.
Heute sind wir dann in L.A. gelandet. Eigentlich auch heute Abend losgeflogen, dann 10 Stunden Flug und am gleichen Tag Mittags angekommen, da wir die Datumsgrenze ueberschritten haben. Jetzt sind wir wieder acht Stunden hinter euch. Wir wohnen in einem netten Hostel in Santa Monica, das uns einer, den wir auf Fiji kennengelernt haben (der aus Santa Monica kommt) empfohlen hat.
Morgen machen wir Hollywood unsicher und machen bei den Stars Klingelstreich. Oder fahren an den Strand und nach Venice und beobachten die verrueckten Californier. So oder so - es wird sicher ein ereignisreicher Tag! (Wenn Internet und Kamera wieder richtig funktionieren, gibt's noch schoenere Fiji Bilder!)

Sonntag, 8. März 2009

Die letzten Tage in Neuseeland

Als wir am Samstag morgen in Hokianga angekommen sind, hat es geregnet und alles war grau in grau. Fast schon haetten wir uns zum Knochen schaben (oder auch: wie mache ich an einem Tag aus einem Knochen eine Halskette?) angemeldet, als dann doch noch die Sonne rauskam. Eine Deutsche, die gerade in dem Hostel arbeitet, hat uns zu einem Aussichtspunkt gefahren auf dem die kommenden wunderschoenen und kreativen Bilder entstanden sind:


Danach mussten wir erstmal in den Haengematten vor dem Hostel entspannen und haben uns wie im Schlaraffenland gefuehlt. Die Terrasse von Weintrauben ueberwachsen, neben uns der Pfirsichbaum und hinter uns der Feigenbaum. Wir brauchten wirklich nur die Hand ausstrecken und konnten uns bedienen.
Nach dem Abendessen wurden wir zu unserer Footprintstour abgeholt, ein von Maori gefuehrter spirituell angehauchter Spaziergang in einem Kauriwald, in dem der groesste und der zweitgroesste Kauribaum von Neuseeland stehen. Der groesste Kauri heisst Tane Mahuta (Herr des Waldes) und der zweitgroesste Te Matua Ngahere (Vater des Waldes), sein Alter wird auf zwei- bis dreitausend Jahre geschaetzt. Die beiden Baeume sind 51,5 und 29,9 Meter hoch. Der Unterschied zwischen Vater und Herr ist schwer zu erklaeren. Der erste hat in der Maorikultur eine spirituelle Bedeutung, der zweite eine physische. Als wir in die Naehe der Baeume kamen, hat unser Fuehrer auf Maori den Baum um Erlaubnis gebeten, dass Besucher zu seinen Wurzeln sitzen werden. Am Ende haben wir einige Momente Zeit gehabt, dem Baum im Stillen etwas zu sagen. die ganze Atmosphere - es war dunkel, kein anderer Mensch im Wald, kaum ein Geraeusch um den Baum herum - war beeindruckend und bewegend. Dazu hat der Maori gesungen und auf einer maorischen Pfeife gespielt. Als Hoehepunkt haben wir doch tatsaechlich am Ende noch einen maennlichen Kiwi gehoert, der nach einem Weibchen gerufen hat. Leider hat keines geantwortet (war wahrscheinlich aus - nightclubbing, hat der Maori gesagt :-)).
Heute sind wir dann bei Tageslicht nochmal beim Herr des Waldes gewesen. Er ist immernoch sehr beeindruckend in seiner Groesse, gestern Abend haben wir ihn nur im Mondlicht gesehen. Allerdings waren mit uns weitere acht Touristenbusse dort - da wollte sich das Gefuehl von gestern Abend nicht so ganz einstellen.

Um fuenf sind wir heute Nachmittag in Auckland angekommen, haben unsere Rucksaecke umgepackt (die warmen Sachen wieder nach unten) und sind vom letzten Geld nochmal essen gegangen - thailaendisch. Morgen fliegen wir um 14 Uhr nach Nadi, Fiji. Dort werden wir eine Nacht bleiben und uns dann auf eine der vielen kleinen Inseln verziehen, vermutlich eine der Mamanuca-Gruppe, mit den schoenen Namen wie Bounty-Island, Beachcomber Island und so weiter. Wir wissen nicht genau, wie es dort mit Internet oder Handyempfang aussieht. Wir versuchen aber, uns auf jeden Fall zu melden, spaetestens am 16.Maerz aus Los Angeles.
Bis dahin, macht's gut!

Freitag, 6. März 2009

Stuermische Tage

Den Bus nach Paihia haben wir problemlos bekommen, wir mussten sogar noch fast eine dreiviertel Stunde warten, weil die nie genau sagen koennen, wann sie wen abholen und alle mal auf die gleiche Zeit bestellen, vor ihren Hostels zu warten. Gut, jetzt wissen wir das auch.
Nach vier Stunden Fahrt und einigen 'witzigen' Unterhaltungsspielen (wie zum Beispiel: Ich rufe jetzt jedes Land auf, und das, was am lautesten schreit, klatscht und mit den Fuessen trommelt, hat gewonnen und bekommt einen Drink. Und, wer hat wohl gewonnen? Genau, die Englaender. Wir sind mal zumindest stolz darauf, nicht der lautesten Nation anzugehoeren) sind wir dann angekommen in der Strandregion Neuseelands. Und was ist? Genau, es regnet. Aus Kuebeln. Aber vom Wetter lassen wir uns ja schon lange nicht mehr beeinflussen und haben uns trotzdem die Stadt angeschaut. Sie besteht auch nur aus einer Strasse. Den Rest des Tages haben wir gelesen, gefaulenzt und gegessen.
Gestern war das Wetter aehnlich und wir haben den ganzen Tag im Bus verbracht. Wir sind zum Cape Reinga gefahren, dem noerdlichsten Punkt Neuseelands.

Unterwegs hat der Fahrer Legenden ueber die Maori erzaehlt, wir konnten ein Stueck durch einen Kauri-Wald laufen, sind am Ninety Mile Beach entlang gefahren und das beste: Sandboarden! Katha hat das Abenteuer gewagt: Durch den Regen wird der Sand noch schneller, allerdings war es auch sehr schwer, ueberhaupt auf die Duene hochzukommen.


Ich wurde immer wieder aus der Spur geweht, waehrend ich krampfhaft versucht habe, das Brett festzuhalten. Das war eine der zwei Regeln: Unter keinen Umstaenden das Brett los lassen. Ich hatte Sand ueberall, mein ganzes Gesicht war paniert und ich habe heute noch Sand aus meinen Haaren schuetteln koennen. Mitten auf der Duene war ich kurz davor, umzudrehen, weil ich echt dachte, ich schaff das nicht! Aber die ganze Nuehe umsonst? Nee. Dafuer war die Abfahrt umso toller und das Brett ging ab wie Schnitzel. Kurz vor einem Bach musste ich mich dann in den Sand werfen, um das Hoellengeraet zu stoppen. Ich glaube, Chrissi hat sich sehr gefreut, den restlichen Tag neben einem Sandmann zu sitzen.


Naja, weiter ging die Fahrt. Letztendlich sind wir am Cape angekommen, konnten aber leider nicht vor zun Aussichtspunkt, an dem die tasmanische See und der Pazifische Ozean zusammen laufen. Es hat so gestuermt und geregnet, das selbst ein Weg zum drei Meter entfernten Klohaeuschen ein wahres Abenteuer war. Den so bekannten Leuchtturm haben wir erst recht nicht gesehen. Aber wir waren da.
Nach heisser Dusche und leckerem Abendessen sind wir auch schnell ins Bett, Busfahren ist anstrengend! Heute morgen war dann wieder strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Verruecktes Wetter. Chrissi hat sich deshalb auch fuer eine Delfinbeobachtung entschieden: Ich habe mir erstmal eine Tablette gegen Seasickness eingeworfen und los ging die Fahrt auf einem schwankenden aber doch recht grossen Boot. Wir mussten nicht lange warten und schon nach etwa 10 Minuten kamen die ersten Delfine in die Naehe des Bootes.

Sie waren aber etwas scheu und deswegen konnte man nur mal kurz hier und da eine Flosse auftauchen sehen. Die Fahrt ging weiter um 12 Inseln herum, die in der Naehe des Festlandes liegen. Hier hat Captain Cook und seine Mannschaft im 18. Jahrhundert sein Unwesen getrieben. Die Inseln waren wunderschoen, zum Teil einfach nur riesige Felsen mit Regenwand bewachsen, die im glitzernden Meerswasser liegen. Hat mich ein wenig an Thailand erinnert.

Auf der Rueckfahrt hatten wir noch mehr Glueck mit den Delfinen. Da sind sie ploetzlich von allen Seiten auf das Boot zugeschwommen gekommen. Wenn man ihnen gewunken hat und sie gerufen hat, sind sie sogar noch naeher gekommen, sind zu dritt aus dem Wasser gesprungen oder unter dem Boot hergetaucht und auf der anderen Seite wieder herausgekommen. Am Ende haben die Delfine noch das Boot verfolgt und sind durch die Wellen, die das Boot gemacht hat, gesprungen. Einen kleinen Baby-Delfin mit seinen Eltern konnte ich auch sehen. Diese froehlichen, verspielten Tiere mal in freier Wildbahn zu sehen war ein tolles Erlebnis!

Morgen geht unsere Reise weiter nach Hokianga and der Westkueste, am Sonntag finden wir uns wieder in Auckland ein, um am Montag unseren Flug in die Suedsee nach Fiji anzutreten!

Dienstag, 3. März 2009

Auckland

Am Sonntag Abend noch gut in Auckland gelandet, haben wir die letzten zwei Tage die Stadt erkundet. Gestern sind wir als erstes mal zu einer Touri-Info gegangen und haben unsere letzte Woche Neuseeland geplant. Wir werden uns zur Abwechslung ab morgen mal wieder mit einem Reisebus fortbewegen und uns noch drei Orte im Norden der Nordinsel anschauen. Dazu die naechsten Tage mehr!
Gestern Mittag haben wir dann eine Faehrenrundfahrt gemacht. Dabei haben wir einen minikleinen Leuchtturm gesehen und eine Insel, die vor etwa 600 Jahren durch Erdbewegungen einfach so entstanden ist. Jetzt leben dort ein paar Menschen und viele Voegel.

Ausserdem sind wir unter der Harbour Bridge durchgefahren, wo wir gerade waghalsigen Leuten bei einem weiteren beliebten "Sport" hier in Neuseeland zuschauen konnten. Von der Bruecke aus kann man naemlich einen Bungee-Sprung machen. Mit den Haenden beruehrt man dann das Wasser und die Leute vom Boot knipsen einen begeistert mit der Kamera. Aber kein Grund zur Sorge, diesen Sport wollen wir auslassen. Nur mit den Haenden im Wasser ist ja langweilig. ;-)

Am Abend waren wir im Kino und haben uns bis auf die andere Sprache wie zu Hause gefuehlt. Kino (Popcorn gibt es allerdings nur in salzig..) ist dann doch nicht so anders am anderen Ende der Welt. Der Film hat uns gut gefallen!

Heute sind wir Vormittags auf den Mount Eden geklettert, von dem aus man einen guten Blick ueber Auckland und das Meer hat.
Auf dem Rueckweg sind wir die Queensstreet entlanggeschlaendert (Haupteinkaufsstrasse) und haben uns einen Kaffee im Starbuck's gegoennt. Da Auckland sonst nicht sooo sehr viel zu bieten hat (ausser ein Museum, fuer das uns das Wetter aber zu schoen war), sind wir in einen kleinen Park in der Naehe unseres Hostels gegangen und haben dort gelesen. Jetzt werden wir gleich kochen, Waesche waschen und dann frueh ins Bett gehen, weil wir morgen schon frueh aufstehen muessen, um unseren Bus nach Paihia zu erwischen.