Vorgestern ging unsere Fahrt dann weiter nach Kaikoura an der Ostkueste. Nach einem leckeren Stueck Kuchen (Mud Cake - der Name spricht schon kalorienhaltige Baende) haben wir uns den Ort angeschaut und sind zu einem weiteren Aussichtspunkt gelaufen, von dem man auch Robben in etwas weiterer Entfernung auf Felsen im Meer sehen konnte.
Gestern haben sich Katha und Stefan nach dem Fruehstueck zur Walbeobachtung auf gemacht: Trotz stuermischer See und hoher Seasickness-Warnung haben wir uns aufs Meer gewagt (aber nur mit Tabletten). Was wir dort gesehen haben, hat sich aber wirklich gelohnt. Normalerweise kann man bis zu zwei Pottwale sehen, wir haben ganze fuenf gesehen! Wie siesige Teppiche liegen sie im Wasser, stossen Wasserfontaenen aus und gleiten fast anmutig nach 5-15 Minuten zurueck in die Tiefe und verabschieden sich quasi mit Schwanzwedeln :-).
So grosse Tiere haben wir noch nie gesehen und es ist fast unvorstellbar, wie schwer und maechtig sie sind. Bis zu einer Tonne muessen diese Tiere pro Tag essen! Wir sind auch zu einer Robbenkolonie gefahren, wo die Babies gerade das Schwimmen gelernt haben. So suess, wie sie da rumkreischen und aus dem Meer auf die Steine robben! Ausserdem konnten wir auch viele Wasservoegel sehen, wie den Albatross. Trotzdem waren wir froh, als wir wieder festen Boden unter den Fuessen hatten. Mittlerweile war der Wind noch staerker geworden und alle weiteren Touren fuer den Tag wurden abgesagt, wir hatten also mal wieder richtig Glueck.Wir haben dann auch schnell unsere Sachen gepackt um dem Wetter zu entfliehen und sind nach Christchurch gefahren, wo wir das Auto wieder abgeben mussten. Gestern Abend waren wir noch lecker essen im Restaurant namens "Two fat Indians", schauen uns jetzt die Stadt an und am Nachmittag gehts mit dem Flugzeug zurueck nach Auckland. Stefan tritt dann seine lange Heimreise (36 Stunden) nach Berlin an und Chrissi und Katha machen in der letzten Woche Neuseeland die Gegend noerdlich von Auckland unsicher. Seid auf die naechsten Abenteuer gespannt!

Links ging es mindestens fuenf Meter in die Tiefe und wir haben uns einfach so (aber schon mit zitternden Knien) am Rand entlang gehangelt. Zu allem Ueberfluss hatte es auch angefangen zu regnen, was das Ganze nicht einfacher gemacht hat. Ueber tiefe Wasserloecher und steile Anstiege, an denen man sich schon mal gegenseitig helfen musste, sind wir an unserem Tagesziel angekommen. Kaum konnten wir begreifen, was wir da gerade eigentlich gemacht haben, ging es schon an den Abstieg. Weit weniger gefaehrlich sind wir gut eine Stunde durch das Eis gestapft, bis wir den Fuss des Gletschers wieder erreicht hatten. Durchgefroren und ziemlich kaputt sind wir im Hostel angekommen, haben erstmal die kostenlose Suppe genossen und werden uns jetzt zur Belohnung noch was richtiges kochen. Das haben wir uns heute auch verdient! Morgen fahren wir Richtung Ostkueste, machen aber einen Zwischenstopp auf dem Arthurs Pass. Zu viele Serpentinen auf einmal muessen ja nicht sein.


