Freitag, 27. Februar 2009

Athur's Pass und Meerestiere

Keine Angst - wir waren weder Fallschirmspringen noch hingen wir in irgendwelchen Gletscherspalten in den letzten zwei Tagen! Wir hatten zur Abwechslung mal ein ruhigeres Programm. Am Tag nach der Franz Josef Erklimmung tat uns dann doch der ein oder andere Muskel etwas weh. Das hat uns aber nicht davon abgehalten auf unserer Fahrt zum naechsten Stop, dem Athur's Pass, in Okarito zu halten und eine halbe Stunde steile Stufen zu einem tollen Aussichtspunkt hinaufzulaufen. Dort hatte man fast einen 360 Grad Blick von den Gletschern und anderen Bergen, ueber Taeler und Waelder bis zum Meer. Dieser kurze Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt. Einen weiteren Stop haben wir in Hokitika gemacht, wo wir einkaufen mussten und das hier beliebte Gericht "Fish & Chips" probiert haben. Chrissi war weder vom zu fischigen Fisch noch von den versalzenen Pommes begeistert - alle drei konnten wir wegen des hohen Fettgehalts dieser Speise nicht ganz aufessen. Unser Hostel am Athur's Pass war sehr gemuetlich. Es hatte nur acht Betten, von denen nur sechs in dieser Nacht belegt waren und so fuehlten wir uns fast wie in einer kleinen Wohngemeinschaft mit den anderen drei Maedels, die spaeter noch nachgekommen sind.
Vorgestern ging unsere Fahrt dann weiter nach Kaikoura an der Ostkueste. Nach einem leckeren Stueck Kuchen (Mud Cake - der Name spricht schon kalorienhaltige Baende) haben wir uns den Ort angeschaut und sind zu einem weiteren Aussichtspunkt gelaufen, von dem man auch Robben in etwas weiterer Entfernung auf Felsen im Meer sehen konnte.
Gestern haben sich Katha und Stefan nach dem Fruehstueck zur Walbeobachtung auf gemacht: Trotz stuermischer See und hoher Seasickness-Warnung haben wir uns aufs Meer gewagt (aber nur mit Tabletten). Was wir dort gesehen haben, hat sich aber wirklich gelohnt. Normalerweise kann man bis zu zwei Pottwale sehen, wir haben ganze fuenf gesehen! Wie siesige Teppiche liegen sie im Wasser, stossen Wasserfontaenen aus und gleiten fast anmutig nach 5-15 Minuten zurueck in die Tiefe und verabschieden sich quasi mit Schwanzwedeln :-).
So grosse Tiere haben wir noch nie gesehen und es ist fast unvorstellbar, wie schwer und maechtig sie sind. Bis zu einer Tonne muessen diese Tiere pro Tag essen! Wir sind auch zu einer Robbenkolonie gefahren, wo die Babies gerade das Schwimmen gelernt haben. So suess, wie sie da rumkreischen und aus dem Meer auf die Steine robben! Ausserdem konnten wir auch viele Wasservoegel sehen, wie den Albatross. Trotzdem waren wir froh, als wir wieder festen Boden unter den Fuessen hatten. Mittlerweile war der Wind noch staerker geworden und alle weiteren Touren fuer den Tag wurden abgesagt, wir hatten also mal wieder richtig Glueck.
Wir haben dann auch schnell unsere Sachen gepackt um dem Wetter zu entfliehen und sind nach Christchurch gefahren, wo wir das Auto wieder abgeben mussten. Gestern Abend waren wir noch lecker essen im Restaurant namens "Two fat Indians", schauen uns jetzt die Stadt an und am Nachmittag gehts mit dem Flugzeug zurueck nach Auckland. Stefan tritt dann seine lange Heimreise (36 Stunden) nach Berlin an und Chrissi und Katha machen in der letzten Woche Neuseeland die Gegend noerdlich von Auckland unsicher. Seid auf die naechsten Abenteuer gespannt!

Mittwoch, 25. Februar 2009

Pfannkuchen und Gletscherabenteuer

Ja, wie "mapa" es schon richtig im Kommentar geschrieben haben, sind wir nun am Franz Josef Gletscher an der Westkueste der Suedinsel.
Den Tag gestern haben wir nur im Auto verbracht und in neun Stunden (mit Pausen) gut 500 km zurueckgelegt. Wir haben unter anderem die Pancake Rocks angeschaut, viele Steinplatten aufeinander, die wie Pfannkuchen aussehen.
Keiner kann sich erklaeren, wie sie entstanden sind. Man kann nur erahnen, welche Kraft das Meer hat, wenn man auf dem Aussichtspunkt steht und unter sich das tosende Meer hoert und sieht, welche Hoehlen es schon geschaffen hat.
Gegen Abend sind wir in Franz Josef angekommen und schon auf den letzten paar Kilometern wurden der beeindruckende Gletscher und die Suedlichen Alpen sichtbar. Kaum zu glauben, ploetzlich Schnee zu sehen. Kaum sind wir aus dem Auto ausgestiegen haben wir noch eine weitere Veraenderung gespuert: Es ist schweinekalt. Fuer unsere Verhaeltnisse, also so um die zehn Grad. Nach einem Rundgang durch den "Ort" (drei Strassen) sind wir dann auch ins Bett, da heute das grosse Abenteuer auf uns gewartet hat: Eine Gletscherwanderung.
Am Treffpunkt angekommen, wurden uns erstmal Regenjacken, Regenhosen, Socken, Handschuhe, Muetzen, Wanderschuhe und Steigeisen ausgeteilt. In voller Montur ging es dann im vollbeladenen Bus zum Fuss des Gletschers, wo wir zum Glueck in mehrere Gruppen eingeteilt wurden. Zuerst durch den Regenwald mit seinen gruenen Palmen und Baechen standen wir kurze Zeit spaeter in einer riesigen Geroellwueste, an deren Ende der Franz Josef Gletscher beginnt.
Schon dieser Anblick war ueberwaeltigend und noch spannender wurde es, als wir die Steigeisen ueber die Schuhe ziehen sollten und auch bald unsere ersten Schritte auf dem Eis gemacht haben. Das ist ein ganz eigenartiges Gefuehl, ploetzlich nichts Festes mehr um sich zu haben sondern nur blaues, kaltes Eis. Bis zur Mittagspause sind wir relativ gemaechlich den Gletscher weiter aufgestiegen und durch eine Hoehle gekrabbelt (und fast stecken geblieben). Danach wurde es richtig spannend. Unser Tourguide Jonathan hat heute wohl seinen abenteuerlichen Tag gehabt und zusammen mit drei Kollegen (die Gruppen hatten sich mittlerweile wieder getroffen) einen voellig neuen Weg mit den Pickeln ins Eis gehauen, Seile angelegt und vertaeut. Uns sind dabei fast die Fuesse eingefroren aber auch ganz schnell wieder warm geworden als wir gesehen haben, welche Gletscherspalten wir nun durchqueren muessen.
Links ging es mindestens fuenf Meter in die Tiefe und wir haben uns einfach so (aber schon mit zitternden Knien) am Rand entlang gehangelt. Zu allem Ueberfluss hatte es auch angefangen zu regnen, was das Ganze nicht einfacher gemacht hat. Ueber tiefe Wasserloecher und steile Anstiege, an denen man sich schon mal gegenseitig helfen musste, sind wir an unserem Tagesziel angekommen. Kaum konnten wir begreifen, was wir da gerade eigentlich gemacht haben, ging es schon an den Abstieg. Weit weniger gefaehrlich sind wir gut eine Stunde durch das Eis gestapft, bis wir den Fuss des Gletschers wieder erreicht hatten. Durchgefroren und ziemlich kaputt sind wir im Hostel angekommen, haben erstmal die kostenlose Suppe genossen und werden uns jetzt zur Belohnung noch was richtiges kochen. Das haben wir uns heute auch verdient! Morgen fahren wir Richtung Ostkueste, machen aber einen Zwischenstopp auf dem Arthurs Pass. Zu viele Serpentinen auf einmal muessen ja nicht sein.

Montag, 23. Februar 2009

Robben im Paradies

Die Fahrt nach Wellington konnten wir im strahlenden Sonnenschein geniessen und waren gerade so rechtzeitig da, bevor die Strassen geschlossen wurden. Gerade am Samstag war in Wellington kubanischer Karneval UND ein Bikertreffen. Wir haben uns aber zuerts die Stadt angeschaut, sind mit dem Cable Car hinauf in den botanischen Garten gefahren und zu Fuss auf den Mount Victoria, von dem man eine wahnsinnig gute Aussicht ueber die Stadt hat.
Danach haben wir uns ins Karnevalgetuemmel gestuerzt, wenn wir schon keine schwaebisch-alemannische Fasnet haben koennen ;-). Der Umzug war sehr farbenpraechtig, viele Nationen, die in der Stadt leben, hatten ihren eigenen Wagen bzw. Auftritt.
Am naechsten Morgen waren wir schon wieder um halb acht am Faehrhafen, um auf die Suedinsel ueberzusetzen. Nachdem wir in Picton angekommen sind, haben wir uns gleich auf den Weg nach Marahau gemacht, am Anfang des Abel Tasman Nationalparks ganz im Norden der Suedinsel. Hier haben wir irgendwo im Nirgendwo unser kleines Hostel gefunden und heute eine traumhafte Kajaktour gemacht.
Zuerst gings mit dem Wassertaxi einige Kilometer zur Tonga Island. Kurz davor wurden wir in die Kunst des Kajaksfahren eingewiesen, unsere Sachen waren wasserdicht verstaut und wir ebenfalls wasserdicht im Kajak festgeschnallt. Auf Tonga Island leben ganz viele Robben.
Vor kurzem sind die Jungen geboren worden und wir konnten einige beim Schwimmen, Gefuettert werden und Sonnen beobachten. Das war sehr beeindruckend, wie auch die ganze Landschaft. Berge mit gruenen Baeumen und Palmen, dann weisser Sandstrand, steile Felsen und ein Meer, das die Farbe von meerblau ueber tuerkis bis hin zu hellgruen wechselt. Auch gut zwei Stunden sind wir durch den Nationalpark gewandert, ueber enge Pfade und Haengebruecken, die ueber steile Schluchten fuehrten.
Nach der vielen frischen Luft sind wir jetzt ziemlich geschafft, haben alle rote Baeckle und lassen den Tag mit dem einen oder anderen Bier ausklingen. Morgen steht wieder eine lange Fahrt an, weiter Richtung Sueden...das Ziel bleibt eine Ueberraschung!

Freitag, 20. Februar 2009

Haengen in der Luft und am Seil

Das mit der Wanderung im Tongariro National Park ist leider buchstaeblich ins Wasser gefallen. Aber erstmal zum gestrigen Tag. Da waren wir noch in Taupo. Der schoene blaue See und das gute Wetter haben uns irgendwie gelockt. Da es zum Baden zu kalt war, haben wir uns fuer eine Sicht von oben entschieden und sind (nochmal) Skydiven gegangen. Zumindest Stefan und Chrissi. Diesmal ging's im freien Fall aus 4.000 Meter Hoehe fuer 45 Sekunden im freien Fall Richtung See und Wald in die Tiefe, bis sich auf etwa 1.800 Metern die Fallschirme geoeffnet haben. Der Unterschied diesmal: Wir durften schicke rote Anzuege und Ledermuetzen tragen.

Der Blick auf den See, die gruenen Waldflaechen und die Berge des Nationalparks im Hintergrund war auch sehr viel schoener als verbrannte Gras- und Waldflaechen...
Nach dem Sprung haben wir uns mit einem Mittagessen gestaerkt und sind dann weiter nach Tongariro National Park gefahren.

Da es ausser dem Hostel und einem Pub sowie diverse geschlossene Skiverleihe kaum etwas in dem Ort gab, hat sich Chrissi noch fuer die einzige Attraktion direkt vor ihrem Zimmer im Hostel entschieden. Dort gab's naemlich eine Kletterhalle. Ja genau, quasi direkt in der Halle waren auch angrenzend die Mehrbett-Zimmer...
Nach einer guten halben Stunde haben die Arme aber auch schon schlapp gemacht und wir haben uns lieber ein leckeres Abendessen gekocht.
Da es heute Morgen in Stroemen geregnet hat, mussten wir unsere Wanderung also leider ausfallen lassen. Stattdessen sind wir gute 3 1/2 Stunden weiter Richtung Sueden gefahren in die Stadt mit dem abenteuerlichen Namen Paraparaumo. Viel los ist hier nicht, auch nicht im Hostel. Das Haus ist aber sehr schoen, klein und direkt am Strand. Dort sind wir vorher auch noch ein wenig spazieren gegangen, als sich ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkenschicht haben blicken lassen.
Morgen ist sicher wieder gutes Wetter und wir setzen unsere Fahrt nach Wellington fort!

Mittwoch, 18. Februar 2009

Hier stinkt's!

Und zwar gewaltig. Aber erstmal von Anfang an. Stefan hat uns am Flughafen in Auckland abgeholt, wir haben uns einen netten roten Flitzer gemietet und sind gleich mal Richtung Sueden, Hamilton, gefahren. Am naechsten Tag sind wir aber gleich weiter nach Rotorua, dem groessten maorischen Zentrum Neuseelands. Tagsueber haben wir einen Spaziergang durch den Park gemacht, in dem immer wieder Schwefelrauch aus Quellen hochsteigt, die einfach so aus dem Boden sprudeln. Diese Quellen sind wahnsinnig heiss (eigene Erfahrung) und ein bisschen unheimlich. Und der Dampf stinkt eben auch nach Schwefel. Deshalb haengt den ganzen Tag, je nach Windstaerke mehr oder weniger, ein fauler-Eier-Geruch in der Luft und ist sehr gewoehnungsbeduerftig. Gestern Abend hatten wir ein typisch maorisches Hangi mit einer Tanzauffuehrung, die uns das Leben der Ureinwohner Neuseelands naeher bringen sollte.
Im Gegensatz zu den Aboriginies in Australien leben die Maori hier wie alle anderen Einwohner, man erkennt sie nur an der etwas dunkleren Hautfarbe. Ein Hangi ist ein typisch zubereitetes Essen, naemlich in einer Kuhle auf dem Boden, unter der das Feuer brennt. Deshalb haben die Kartoffeln auch mehr nach Holzkohle geschmeckt als nach sonst was.
Heute sind wir weiter nach Taupo, auf dem Weg dorthin waren wir in Wai-O-Tapu, eine Thermallandschaft mit brodelnden Quellen, Schlammbecken und einem Geysir. Der wurde allerdings kuenstlich mit Waschpulver zum Ausbruch gebracht. All das ist fuer uns sehr fremd.
Man kann sich kaum vorstellen, dass die Erde an manchen Stellen so 'duenn' ist und ihre Bewegungen an die Oberflaeche kommen. Die Steine sind gefaerbt von den vielen chemischen Stoffen, die in der Erde sind, wie zum Beispiel Schwefel. Den Wasserfall danach konnten wir sehr viel besser geniessen, das gibt es auch zu Hause ;-).

Ansonsten gefaellt uns Neuseeland bisher sehr gut, es ist sehr unterschiedlich von Australien, was Landschaft und Wetter betrifft. Und Naturkatastrophen hatten wir noch keine. Toi toi toi, dass das auch so bleibt. Morgen gehts weiter in den Tongariro Nationalpark, von dem aus wir dann eine 'Vulkanueberquerung' machen. Mehr beim naechsten Mal.
Liebe Gruesse vom anderen Ende der Welt!

Sonntag, 15. Februar 2009

Die letzten Tage in Australien

So, jetzt melden wir uns nochmal mit Worten. Den letzten Eintrag haben wir einfach mal kommentarlos einfach nur mit Bildern reingestellt, da wir dachten, dass die schon so ziemlich alles aussagen, was wir da verruecktes am Freitag den 13. gemacht haben! Nur noch eine kleine Info unser "Skydiving" (Fallschirmsprung) war aus etwa 3.500 m Hoehe in der Naehe von Melbourne. Wir hatten 30 Sekunden freien Fall, in denen wir kurz dachten, dass wir sterben muessten, es danach aber doch geniessen konnten. Heute auf unserem Flug von Melbourne nach Sydney waeren wir auch am liebsten wieder einfach rausgesprungen und etwas schneller Richung Boden geflogen. Da keine professionelle Begleitung an Board war und wir keine Fallschirme finden konnten, haben wir das dann aber sein lassen.
Heute Morgen sind wir also wieder in Sydney gelandet. Der Kreis schliesst sich. Hier haben wir unsere Australienreise vor vier Wochen begonnen und hier endet sie auch. Viele schoene Erlebnisse, die froehlichen Menschen, die tollen Landschaften (...) werden wir fest in Erninnerung behalten, wenn's dann morgen weitergeht nach NEUSEELAND! Dort werden wir gleich von Katha's Freund Stefan am Flughafen erwartet, der uns die naechsten zwei Wochen begleitet und schon einen Mietwagen organisiert hat!
Bis ganz bald

Freitag, 13. Februar 2009

Donnerstag, 12. Februar 2009

Melbourne

Hallo ihr Lieben!
Zu allererst einmal: Ihr muesst euch keine Sorgen machen, uns geht es bestens. Nachdem wir der Flut in Airlie Beach erfolgreich entflohen sind, sitzen wir jetzt in der Feuerhoelle. Sagt man. Melbourne selbst ist aber nicht betroffen, die Feuer sind gut 100 km entfernt. Das ist zwar nicht viel, eine Feuerwalze kann sich mit 100 km/h die Stunde vorwaerts bewegen, doch ist hier alles ruhig. Es gibt im Moment auch keine weitere Feuerwarnung fuer Victoria. Das groesste Problem ist es nun, die bestehenden Feuer in den Griff zu bekommen. In den Hostels werden wir dazu aufgefordert, Geld fuer die Opfer zu spenden, was wir natuerlich gerne tun. Aber wie gesagt - wir sind nicht direkt betroffen.
Gestern sind wir die Great Ocean Road abgefahren, westlich von Melbourne. Die Strasse wurde von Soldaten, die aus dem Ersten Weltkrieg zurueck kamen, gebaut. Zum Teil geht es fast senkrecht die Kueste runter und in atemberaubenden Kurven an den Haengen entlang. Unter anderem haben wir uns auch den trockensten Regenwald der Erde (eigentlich schon ein Gegensatz an sich) angeschaut.

Wir hatten wunderschoene Ausblicke auf Felsformationen und die 12 Apostel, eine DER Sehenswuerdigkeiten in Australien. Um zehn Uhr abends waren wir erst wieder zurueck von unserer 15 stuendigen Tour und heute haben wir uns vorgenommen, Melbourne zu erkunden. Am Sonntag fliegen wir dann nach Sydney, bleiben eine Nacht bei Freunden, um dann am Montag frueh nach Neuseeland weiterzufliegen. Wir hoffen, uns begegnen dort keine weiteren Katastrophen.

Samstag, 7. Februar 2009

Land unter

in Cairns und Umgebung. Laut Greyhound-Mitarbeiter haben sie nun angefangen, Lebensmittel per Flugzeug nach Cairns zu transportieren. Die Strecke in den Norden bleibt noch fuer einige Tage oder Wochen geschlossen. Ein Ende des Regens und eine neue Zyklon-Bildung kann nicht ausgeschlossen werden. Zudem breiten sich durch die heftigen Regenfaelle Krankheiten aus. Die Gefahr, am Dengue-Fieber zu erkranken (wird durch Insekten uebertragen) ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr mit bisher 300 Infizierten. Also haben wir heute Morgen unsere gesamte Reiseplanung ueber den Haufen geworfen, da es hier in Airlie Beach auch seit gestern Abend schuettet und keiner weiss, ob hier nicht auch bald Land unter ist. Alle Ausfluege in Cairns, wie ein Tauchausflug, Rafting und Fahrt zum Cape Tribulation, haben wir abgesagt und bekommen zum Glueck auch Geld zurueck, beziehungsweise koennen dafuer neue Ausfluege buchen. Morgen fliegen wir zurueck nach Brisbane, bleiben da nochmal zwei Tage bei Rob und fliegen dann weiter nach Melbourne. Dort wollen wir vielleicht noch die Great Ocean Road abfahren und einfach mal wieder gutes Wetter geniessen. Und bis wir nach Sydney zurueck fliegen, haben sie da hoffentlich die Hitzewelle hinter sich und die Waldbraende eingedaemmt. Verruecktes Land :-).

Freitag, 6. Februar 2009

Sonne, Regen und Iceberg

AHOI! Seit einer Stunde haben wir wieder festen Boden unter den Fuessen. Das Schaukeln der Wellen begleitet uns immer noch ein wenig. Unser Segeltrip war traumhaft. Es hat sogar einmal kurz die Sonne geschienen! Wir waren allerdings froh, dass es die meiste Zeit nur bewoelkt war und wir so schlimme Sonnenbraende vermeiden konnten. Ein Aufenthalt an Deck war wegen des Wellengangs naemlich unbedingt geraten - unter Deck wurde einem dann doch sehr schnell mehr als nur ein wenig mulmig zu Mute.
Unser Segelboot "Iceberg" ist eigentlich fuer 12 Leute gedacht. Wir waren aber nur zu sechst plus zwei Skipper. Uns war die kleine Gruppe aber von Anfang an sympathisch. Vor allem da es zwei Maenner gab, die sich staendig freiwillig zum Helfen angeboten haben und wir so die meiste Zeit relaxen konnten. Am ersten Tag ging's mit wehenden Segeln zunaechst zu einer kleinen Insel der Whitsundays, wo wir schnorcheln konnten und viele bunte Fische und Korallen gesehen haben. Schnorcheln durften wir allerdings nur in einer Art Neoprenanzug, da es schon mal die ein oder andere gefaehrliche Qualle geben kann. Ist uns aber nicht begegnet und selbst dem Skipper in sechs Jahren nicht einmal. Das Essen an Board war sehr sehr lecker. Gott sei Dank haben wir immer an ruhigen Stellen das Essen zu uns genommen. Vom Schnorchelspot aus ging's in gewagter Schraeglage - gefuehlter 90 Grad Winkel des Bootes - zur Hauptinsel der Whitsundays. Dort haben wir einen kleinen Spaziergang machen koennen und den wunderschoenen Whitehaven Beach von oben gesehen. Auf der Fart von dort zur Hook Passage, die etwas windgeschuetzt ist, hat uns der erste heftige Regenschauer erwischt und wir wurden kurz an den Anfang unserer Reise erinnert, als wir uns schicke gelbe Regenjacken ueberziehen mussten. Die konnten gegen die Masse an Regen zwar kaum was ausrichten, haben aber immerhin etwas warm gehalten. In der Hook Passage haben wir dann auch uebernachtet. Das Wasser war nicht ganz so ruhig, wie erwartet, aber man konnte doch ganz gut schlafen.

Heute ging's dann noch einmal zum Schnorcheln und Fische und Schildkroeten beobachten am Blue Pearl Bay und zu einer weiteren kleinen einsamen Insel. Ausser ein paar Seeadlern war dort nichts. Es war die wahrscheinlich ruhigste Insel, auf der wir je waren. Von dort aus ging's dann auch schon wieder zurueck nach Airlie Beach, wo wir heute noch einmal uebernachten. Der ganze Segeltrip hat uns sehr gut gefallen. Vor allem weil wir so wenig Leute waren und auch auf den Inseln fast immer die Einzigen.

Wenn wir Glueck haben geht unsere Reise morgen wie geplant weiter nach Cairns. Fuer heute sind jedoch noch saemtliche Greyhound Busse gestrichen worden, da im Norden viele Strassen ueberflutet sind. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass wir noch etwas Zeit in Airlie Beach verbringen "muessen". Nicht, dass es uns hier nicht gefaellt - es entfallen nur alle vorgebuchten Uebernachtungen und Ausfluege, die wir schon fuer Cairns geplant haben.... Also, alle kraeftig die Daumen druecken, dass wir unsere Reise sobald wie moeglich fortsetzen koennen!