Freitag, 6. März 2009

Stuermische Tage

Den Bus nach Paihia haben wir problemlos bekommen, wir mussten sogar noch fast eine dreiviertel Stunde warten, weil die nie genau sagen koennen, wann sie wen abholen und alle mal auf die gleiche Zeit bestellen, vor ihren Hostels zu warten. Gut, jetzt wissen wir das auch.
Nach vier Stunden Fahrt und einigen 'witzigen' Unterhaltungsspielen (wie zum Beispiel: Ich rufe jetzt jedes Land auf, und das, was am lautesten schreit, klatscht und mit den Fuessen trommelt, hat gewonnen und bekommt einen Drink. Und, wer hat wohl gewonnen? Genau, die Englaender. Wir sind mal zumindest stolz darauf, nicht der lautesten Nation anzugehoeren) sind wir dann angekommen in der Strandregion Neuseelands. Und was ist? Genau, es regnet. Aus Kuebeln. Aber vom Wetter lassen wir uns ja schon lange nicht mehr beeinflussen und haben uns trotzdem die Stadt angeschaut. Sie besteht auch nur aus einer Strasse. Den Rest des Tages haben wir gelesen, gefaulenzt und gegessen.
Gestern war das Wetter aehnlich und wir haben den ganzen Tag im Bus verbracht. Wir sind zum Cape Reinga gefahren, dem noerdlichsten Punkt Neuseelands.

Unterwegs hat der Fahrer Legenden ueber die Maori erzaehlt, wir konnten ein Stueck durch einen Kauri-Wald laufen, sind am Ninety Mile Beach entlang gefahren und das beste: Sandboarden! Katha hat das Abenteuer gewagt: Durch den Regen wird der Sand noch schneller, allerdings war es auch sehr schwer, ueberhaupt auf die Duene hochzukommen.


Ich wurde immer wieder aus der Spur geweht, waehrend ich krampfhaft versucht habe, das Brett festzuhalten. Das war eine der zwei Regeln: Unter keinen Umstaenden das Brett los lassen. Ich hatte Sand ueberall, mein ganzes Gesicht war paniert und ich habe heute noch Sand aus meinen Haaren schuetteln koennen. Mitten auf der Duene war ich kurz davor, umzudrehen, weil ich echt dachte, ich schaff das nicht! Aber die ganze Nuehe umsonst? Nee. Dafuer war die Abfahrt umso toller und das Brett ging ab wie Schnitzel. Kurz vor einem Bach musste ich mich dann in den Sand werfen, um das Hoellengeraet zu stoppen. Ich glaube, Chrissi hat sich sehr gefreut, den restlichen Tag neben einem Sandmann zu sitzen.


Naja, weiter ging die Fahrt. Letztendlich sind wir am Cape angekommen, konnten aber leider nicht vor zun Aussichtspunkt, an dem die tasmanische See und der Pazifische Ozean zusammen laufen. Es hat so gestuermt und geregnet, das selbst ein Weg zum drei Meter entfernten Klohaeuschen ein wahres Abenteuer war. Den so bekannten Leuchtturm haben wir erst recht nicht gesehen. Aber wir waren da.
Nach heisser Dusche und leckerem Abendessen sind wir auch schnell ins Bett, Busfahren ist anstrengend! Heute morgen war dann wieder strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Verruecktes Wetter. Chrissi hat sich deshalb auch fuer eine Delfinbeobachtung entschieden: Ich habe mir erstmal eine Tablette gegen Seasickness eingeworfen und los ging die Fahrt auf einem schwankenden aber doch recht grossen Boot. Wir mussten nicht lange warten und schon nach etwa 10 Minuten kamen die ersten Delfine in die Naehe des Bootes.

Sie waren aber etwas scheu und deswegen konnte man nur mal kurz hier und da eine Flosse auftauchen sehen. Die Fahrt ging weiter um 12 Inseln herum, die in der Naehe des Festlandes liegen. Hier hat Captain Cook und seine Mannschaft im 18. Jahrhundert sein Unwesen getrieben. Die Inseln waren wunderschoen, zum Teil einfach nur riesige Felsen mit Regenwand bewachsen, die im glitzernden Meerswasser liegen. Hat mich ein wenig an Thailand erinnert.

Auf der Rueckfahrt hatten wir noch mehr Glueck mit den Delfinen. Da sind sie ploetzlich von allen Seiten auf das Boot zugeschwommen gekommen. Wenn man ihnen gewunken hat und sie gerufen hat, sind sie sogar noch naeher gekommen, sind zu dritt aus dem Wasser gesprungen oder unter dem Boot hergetaucht und auf der anderen Seite wieder herausgekommen. Am Ende haben die Delfine noch das Boot verfolgt und sind durch die Wellen, die das Boot gemacht hat, gesprungen. Einen kleinen Baby-Delfin mit seinen Eltern konnte ich auch sehen. Diese froehlichen, verspielten Tiere mal in freier Wildbahn zu sehen war ein tolles Erlebnis!

Morgen geht unsere Reise weiter nach Hokianga and der Westkueste, am Sonntag finden wir uns wieder in Auckland ein, um am Montag unseren Flug in die Suedsee nach Fiji anzutreten!

3 Kommentare:

Katrin hat gesagt…

...hähä...Schon wieder erster! :)

Also, das mit den Delfinen klang ja super schön! Und schon krass wie schnell sich das Wetter so geändert hat! Super, dass ihr euch eure gute Laune nicht durch Regen aus Kübeln vermiesen lasst...

Kann kaum glauben, dass es schon ganz bald wieder weiter geht. Falls ich nicht nochmal vorher schreiben sollte-eher unwahrscheinlich ;)- dann schon mal einen guten Flug!

Dicke Umarmung aus München...an Schwesterherz & Sandmann :)

mum hat gesagt…

Hallo nach Neuseeland,

schoen ...Eure Bilder. Die heben die Laune. Auf den Fildern schneit es schon wieder. Es ist nass und kalt. Katharina, - Sand reinigt :-)...
Gute Reise weiterhin
liebe Grüße von Annika und Leonie (sind nicht so fleißig am Schreiben wie Katrin)

Katrin hat gesagt…

Liebe Chrissi,

danke für deine Postkarte vom anderen Ende der Welt...
Haben uns sehr gefreut!
Liebe Grüße von Katrin, Zeljko&Lou